Homepage of Holger Kreckel



The New York Experience: 8. und 9. Woche, 28.08-13.09




Toronto: there and back again, 06.09.2006


Der CN Tower.
Montag und Dienstag habe ich in Toronto bzw. auf dem Highway verbracht. Ich wollte unbedingt auf den CN Tower, schon als ich noch klein war wusste ich, dass die Nadel in Toronto mit 550 Metern das höchste Gebäude der Welt ist. Ausserdem gibt es da ein Deck mit Glasboden auf 360 Metern Höhe auf dem man herumlaufen kann. Und da ich leichte Ansätze von Höhenangst geerbt habe, musste ich da unbedingt hin, "do one thing every day that scares you". Gestartet bin ich Sonntag abend bei den Niagara Fällen und von dort aus ist es nur ein Katzensprung von etwas über 100 km bis Toronto. Per Internet hatte ich ein Motel in einem Vorort gebucht, glaubte ich jedenfalls. War wieder mal zu faul mich richtig zu informieren, als ich dann vom Highway abgefahren bin musste ich feststellen, dass Missisauga durchaus ein eigenständiger Ort ist, mit über 600.000 Einwohnern etwa 30 Kilometer vor Toronto. Und verdammt weitläufig ist das Kaff auch noch, Kanada ist doch grösser als ich dachte. Die Wegbeschreibung zum Motel war ziemlich dürftig und so musste ich zweimal anhalten und nach dem Weg fragen.Unterwegs habe ich dann noch schnell einen Reiseführer mit Karte von Toronto gekauft um nicht am nächsten Morgen wieder planlos durch die Gegend zu fahren.

Also am nächsten Tag gleich mitten rein nach Downtown Toronto und im "Eaton Center", Kanadas grösster Shopping Mall geparkt. Von hier aus sind es nur einige Blöcke bis zum CN Tower. Das Ding überragt wirklich die ganze Stadt, kein Wunder, ist halt das höchste Gebäude der Welt. In Toronto gibt es zwar einige Wolkenkratzer, aber keiner kommt auch nur annähernd an die 550 Meter des CN Tower heran, hinzu kommt dass die meisten Hochhäuser hier sehr modern sind und vollständig verglast, so dass sich der Fernsehturm überall spiegelt, auch wenn man gerade in eine ganz andere Richtung guckt. Um mir einen Überblick zu verschaffen fahre ich erstmal 'rauf aufs Türmchen; mit einem verglasten Aufzug geht es bis auf etwa 370 Meter. Von dort kann man auf einer Seite die endlose Fläche einsehen die Toronto einnimmt und auf der anderen Seite sieht man den Lake Ontario. Angeblich kann man bei klarem Wetter den Dunst der Niagara Fälle bis hierher sehen, heute ist das aber nicht drin.
Ausserdem, also ein bisschen geschummelt ist das ja schon einfach so eine 550 Meter lange Betonsäule zu bauen und dann zu behaupten es sei das höchste Gebäude der Welt. Das wirkt etwas billig. Die Besucherplattform liegt auf 370 Metern Höhe, es gibt noch ein kleines Deck bei 450 Metern, und der Rest ist Antenne. Irgendwie finde ich das gilt nicht, richtige Gebäude wie der Sears Tower in Chicago oder die Dinger in Taiwan machen da schon mehr her. Ist ja auch etwas unsportlich, der CN Tower ist so dürr, dass man den als Terrorist glatt verfehlen würde. Auch das Glasbodendeck schockt mich nicht wirklich, da gibt es so viele Bodenstreben dass meine Höhenangst nicht richtig zum Zuge kommt. Ich bleibe dann auch nicht allzu lange, sondern mache mich zu Fuss auf um noch ein wenig die Innenstadt zu erkunden. Da gibt es einen sehr hübschen Universitäts Campus der sehr nach englischem Vorbild angelegt ist mit viel Efeu und viktorianischen Gebäuden. Ausserdem haben sie noch ein ultramodernes Baseball Stadion und einen weitläufigen Hafenbezirk.


Blick auf Toronto,
meine Füsse über der Stadt.


Vergleicht man Toronto als grösste Stadt Kanadas mit 4.5 Millionen Einwohnern mit New York, so wirkt alles sehr viel geruhsamer, sauberer, moderner und, na ja, etwas langweiliger. Die Häuser sind alle sehr viel einfacher und stehen weit auseinander, da gibt es keine Gargoyles und verschlungene Hinterhöfe wie in "Gotham" (so nennen die New Yorker ihre Heimat). Das Festival von Gerüchen und Lauten dass in New York ständig auf einen einprasselt gibt es hier auch nicht, dafür sind aber auch praktisch keine Polizisten zu sehen. Als ich den Trip geplant habe, habe ich etwas bedauert dass ich nicht mehr Zeit für Toronto habe, aber nun bin ich irgendwie froh bald wieder in NYC zu sein, ist halt doch lebendiger.

Unterwegs

Dienstag habe ich vor die gesamte Strecke nach NY zurück zu fahren, das sind etwa 800 km. Ich starte um 8 Uhr morgens, drehe den guten, alten Hooters Song "Lord I'm 500 Miles away from home" voll auf und gebe Gas. Die Grenze passiere ich gegen zehn und komme gut vorwärts. Gegen eins meldet sich mein Magen und ich weiss was mir bevor steht, nun muss ich mir im Niemandsland etwas zu essen suchen. Da habe ich schon auf der Hinfahrt so meine Erfahrungen gemacht. Je nachdem wo man gerade unterwegs ist, können die USA ausserhalb der grossen Städte ganz schön übel sein. Es heisst immer NY sei gefährlich weil man da ausgeraubt werden kann, ..., das kann schon sein, aber im amerikanischen Hinterland befürchte ich eher, dass man mich in eine Hütte im Wald verschleppt um mich dort zu verspeisen.

Uups, hab ich mich verfahren?
Leichter Ansatz von Lochfrass.
Der Soultrain.


Aber was solls, essen muss man ja. Ein altes Subways Schild lockt mich vom Highway, und irgendwie überascht es mich nicht, dass ich in beiden Richtungen auf einigen Kilometern kein Subways Lokal finden kann. Dafür gibt es eine schäbige Pizzeria vor der einige Trucks und Pickups stehen. Na gut, also italienisch heute. Ich hatte eigentlich vor gehabt etwas frisches, wie z.B. einen Salat zu essen, aber nachdem ich mir das Lokal von innen besehen habe, möchte ich lieber etwas haben das möglichst heiss serviert wird um das Infektionsrisiko zu minimieren. Die Bedienungen sehen aus als würden sie schon hundert Jahre hier arbeiten und die wenigen Gäste im Lokal sind alle unglaublich übergewichtig. Auch das Bestellen ist nicht ganz einfach, ich bin mir nicht sicher was für eine Sprache die hier sprechen, aber englisch scheint es nicht zu sein. Ich schlinge eine Pizza runter und mache mich schleunigst aus dem Staub.
Einige Stunden später lege ich noch eine Kaffepause in der Nähe von Scranton ein - das ist fast schon wieder Zivilisation - und gegen sieben Uhr quäle ich mich in der Rush Hour über die Washington Bridge nach Manhattan rein. Der Big Apple hat mich wieder. Komisch, kommt mir vor als sei ich lange weg gewesen.






Shopping in NYC, gar nicht so einfach, 10.09.2006


Broadway on Broadway.

Broadway on Broadway

Heute habe ich beschlossen Shoppen zu gehen, schliesslich habe ich nicht mehr so sehr viel Zeit um mich mit ein paar Mitbringseln einzudecken. Aber vorher muss ich noch zu einer kostenlosen Musical Show am Times Square. Das Ganze nennt sich "Broadway on Broadway" und dient als Werbung für die Showbranche rund um den Times Square ganz allgemein. Aus jedem der bekannten Musicals die gerade in NY laufen wird ein Stück vom Ensemble gesungen. Von den aktuellen Rennern wie "Wicked" und "The Producer" und Monthy Python's "Spamalot" geht es auch zu Klassikern wie "Rent" und "Lion King" und zu einigen Musicals von denen ich noch nie etwas gehört habe. Ich muss schon sagen, das hört sich wirklich alles um Klassen besser an als die teilweise schlimmen Übersetzungen die man sich in Deutschland anhören muss. Die meisten Sänger die hier auftreten haben schon mehrere Tonis (der Musical-Oscar) gewonnen und der Dirigent hat auch schon einige Emmys für Filmmusiken in der Schublade. Daher haben sich allerdings auch etwa 50.000 Zuschauer am Times Square eingefunden und die Polizei ist im Grosseinsatz. Geht aber trotzdem recht friedlich und gemütlich zu.




Trump Tower,
Gold überall.


Danach mache ich mich auf zur 5th Avenue weil sich dort die ganzen Geschäfte tummeln, auch wenn die meisten Schuppen wie Armani, Gucci und ähnliche Kaliber natürlich unerschwinglich sind, gibt es dazwischen auch einige in vernünftigen Preissegmenten. Aber erst muss ich etwas essen, nur ist das an der 5th Avenue eher schwierig, weil sich da kaum ein Restaurant die Miete leisten kann. Da trifft es sich gut, dass ich gerade vor dem Trump Tower an der Ecke 56ten stehe, da soll es auch ein Restaurant drinnen geben, das checke ich gleich mal aus. Beim Betreten stelle ich fest, dass nicht nur die Aussenfassade golden glänzt, sondern dass es innen noch schlimmer zugeht, das ist alles schon über-pompös mit riesigem Wasserfall, Nobelshops und Bildern von Trump überall. Donald Trump hat in New York gleich eine Handvoll geschmackloser Türme in prominenten Lagen errichtet, dafür hassen ihn die New Yorker inbrünstig; die letzte seiner Bausünden überragt gar das UNO-Gebäde.


Weltgrösstes Kaufhaus "Macy's".
Innen kann man sich glatt verirren.


Ist mir aber egal, es gibt wirklich ein Restaurant in normaler Preislage. Typisch amerkanisch, es gibt sogar in diesem luxuriösem Ambiente nur Pappteller und Plastikbesteck, ein gewisser Stilbruch ist das schon. Ich kaufe mir einen grossen Salat und setze mich an einen Tisch unter den Wasserfall. Ein Mann am Nebentisch kommt mir merkwürdig bekannt vor, durch seine ständig geschlossenen Augen komme ich endlich 'drauf dass es Andrea Bocelli ist, der blinde italienische Tenor. Er ist natürlich nicht alleine, es sieht so aus als ob er mit seiner Familie unterwegs ist. Auch wenn er immer wieder von Passanten um ein Autogramm gebeten wird und darauf sehr freundlich reagiert, traue ich mich nicht recht ein Foto zu machen, schliesslich hätte ich auch keine Lust beim Essen fotografiert zu werden. Kann auch nicht behaupten ein wirklich grosser Fan von ihm zu sein, also "Time to say Goodbye".
Jetzt erstmal zu Bloomingdales, auch ein ziemlich nobler Laden. Man kommt 'rein und wird von einer wahren Heerschar von Verkäufern/Innen in schwarz begrüsst die geradezu Spalier stehen. Dummerweise befindet sich im Erdgeschoss die Parfämabteilung und die Damen und Herren sprühen ungefragt alle möglichen Duftwässerchen auf Teststreifen und wedeln damit vor einem 'rum. Nach einer Minute weiss ich gar nicht mehr wo ich hinriechen soll und flüchte in den ersten Stock. Aber auch hier wird man sofort von Verkäufern angefallen und kommt gar nicht dazu sich erstmal umzugucken. Ausserdem sind die Preise wirklich nicht von schlechten Eltern und es ist einfach zu gross und unübersichtlich. Eine ähnliche Erfahrung hatte ich schon bei Macy's gemacht, dem grössten Kaufhaus der Welt. Macy's verteilt sich gar über mehrere Gebäude und man bekommt eine Karte ausgehändigt um sich zurecht zu finden. Ganz nett ist dabei, dass man als Ausländer bei Macy's einen Rabatt von 11% bekommt, deshalb habe ich da auch schon ein wenig eingekauft.


Shoppen mit Aussicht, Time Warner Center am Columbus Circle.
Die drei Musketiere gelten
hier als "New Fiction".


Heute zieht es mich aber erstmal zu Abercrombie und Fitch, da ist nämlich ein Menschenauflauf am Eingang, das muss ich mir mal angucken. Der Grund für die Ansammlung ist ein männliches Model das vor einem grossen Plakat posiert. Also nix für mich. Aber die haben wirklich hübsche Klamotten da, sind zwar auch nicht gearde billig, machen dafär aber einen qualitativ sehr guten Eindruck. Also bleibe ich fast eine Stunde da und kaufe auch ein paar Sachen, aber meine heimliche Hoffnung, dass sich auch mal ein weibliches Model irgendwo zur Schau stellt wird leider nicht erfüllt. Ich gehe noch zur "Niketown" und schaffe mir bei Borders ein Buch an, dann reicht es auch erstmal mit dem Geld ausgeben. Ist irgendwie auch anstrengend.


OK, für die weiblichen Leser noch ein Bild vom Abercombie Fitch Model.







Von chinesischen Livestreams und sturen Cheerleadern, 13.09.2006

9/11

So, den 11. September haben wir auch 'rumgebracht. War eigentlich kein besonderer Tag, OK, der Präsident hat vorbei geschaut und kurz eine Rede am grossen Loch gestammelt. Morgens haben die Glocken vier mal geläutet, jeweils zu den Uhrzeiten an denen vor fünf Jahren die Flugzeuge eingeschlagen und die Türme eingestürzt sind. Aber an der Columbia lief alles völlig normal, da wurden noch nicht einmal Schweigeminuten eingelegt als die Glocken läuteten. Wenn vorher nicht schon wochenlang alle Zeitungen voll davon gewesen wären, hätte man gar nichts davon mitbekommen. Abends strahlten dann im Süden Manhattans zwei gigantische Lichtsäulen in den Himmel, "Tribute in Light", aber die meisten Leute haben noch nicht einmal einen Blick dafür übrig, ist schliesslich jedes Jahr. Das einizge was die ungeteilte Aufmerksamkeit der New Yorker in diesem Zusammenhang bekommt, ist die Präsentation des Designs für die Neugestaltung von Ground Zero. Wird natürlich noch höher als vorher werden, jetzt erst recht. Aber schon am Tag nach 9/11 ist alles vorbei.

Livestream-Versuch

Mein Interesse hat sich natürlich längst wichtigerem zugewandt, schliesslich beginnt am Dienstag die Champions League, und am Mittwoch ist sogar der HSV an der Reihe. Mein schottischer Kollege und ich sind hin- und hergerissen, sollen wir die Arbeit sausen lassen und Fussball gucken ... es gibt da nämlich eine Fussball-Kneipe and der Ecke 3rd Avenue und 11te Strasse, da werden alle Spiele gezeigt auf riesigen Schirmen. Da könnte er Celtic Glasgow gegen Manu sehen und ich würde beim HSV mitfiebern. Nur müssten wir dann schon bald nach dem Mittagessen aufbrechen, ist halt ganz unten auf der Insel. Bis eine Stunde vor Anpfiff können wir uns nicht entscheiden, dann entschliesse ich, dass ich zuviel zu tun habe und mir der Aufwand doch zu gross ist. Also stöbere ich im HSV-Forum herum, da wird diskutiert wie man die Spiele über chinesische oder japanische Internet-Streams empfangen kann. Leider muss man dazu immer irgendwelchen dubiosen Programme installieren, aber was solls, es geht um den HSV. Also lade ich den erstbesten chinesischen Player runter und starte die Installationsroutine. Innerhalb weniger Sekunden poppen 5 Fenster auf und mein Bildschirm ist voller unleserlicher Zeichen. Aehh, ja und dann will Windows ein chinesisches Sprachmodul installieren. Na gut, warum nicht, bin ja tolerant. Dann wird es noch übler, es erscheinen einige Auswahlboxen die auf chinesisch beschriftet sind, davon muss ich jetzt eine klicken ... jetzt heisst es mutig sein, ich gucke mir die erste aus und presse vorsichtig die Maustaste. Zack, nochmal fünf Fenster poppen auf. Meine Kollegen scheinen meinen leicht panischen Gesichtausdruck zu bemerken, ich drehe mein Display etwas weiter in die Ecke. Jetzt spricht ein Tamagotchi-artiges grünes Männlein mit mir - natürlich auf chinesisch - kurz bevor ich den Ton vollständig abstellen kann. Irgendwo scheint es ein Eingabefeld zu geben, ich tippe die Internet-Adresse für den Livestream 'rein und ... es passiert gar nix. Nur das hässliche Männlein hüpft jetzt hämisch grinsend im Kreis - Arschloch. Ich befürchte, dass gleich irgendwelche unanständigen chinesischen Filmchen über meinen Bildschirm flimmern, oder noch schlimmer, dass beim Netzwerkadministrator der Columbia schon die grosse rote Rundumleuchte angesprungen ist und ich gleich der Security übergeben werde. Also schliesse ich mit Mühe die zwanzig unleserlichen Fenster und beeile mich den ganzen Kram wieder zu deinstallieren. Das war nix. Also doch Live-Ticker. Als der HSV dann nach zehn Minuten nur noch 10 Spieler auf dem Feld hat und 1:0 zurück liegt, weiss ich, dass heute kein guter Tag ist.

Doofe Cheerleaders

Abends geht es dann zum Frustabbau ins Fitness Center zum Fussball. Im neuen Semester wurde der Zeitplan kurzerhand so geändert, dass Fussball erst ab 21:30 stattfindet, da sieht man mal wieviel Priorität dem zugeordnet wird. Vorher finden solche Quasi-Sportarten statt wie Softball (dicke Mädchen versuchen mit einem Baseballschläger einen überdimensionierten Schaumstoffball zu treffen), Basketball natürlich und dann kommen vor uns die Cheerleader. Aber das hier sind wohl die Anfänger oder der Ausschuss, der Haufen ist nämlich weder hübsch anzusehen, noch begabt. Als wir dann endlich an der Reihe sind, packen sie nur widerstrebend ihre Schilder und Staubwedel weg und rotten sich an der Seite der Halle zusammen. Wir machen sie dann darauf aufmerksam, dass es schön wäre, wenn sie sich und ihren Müll doch einige Meter weiter hinter das Tor bewegen würden, aber da reagieren sie gar nicht. Wir unternehmen noch einen erfolglosen Versuch und dann fangen wir halt an zu spielen, haben ja lange genug gewartet. Und es kommt wie es kommen muss, nach einer Minute versucht unser peruanischer Mitspieler Hektor mit seinen 90 Kilo einen Querpass zu erlaufen, gerät dabei in den tratschenden Hühnerhaufen und begräbt grunzend drei Cheerleaderlein unter sich. Man sieht nur den unglücklichen Hektor auf einem Haufen dürrer Gliedmasse, während die Pompons nur so in alle Richtungen fliegen. Jetzt ist das Geschnatter gross, das Mädel das ganz unten liegt wirkt richtig sauer; ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Wir erklären den Hupfdohlen nochmal, dass wir laut Zeitplan jetzt 'dran sind und gerne die ganze Halle nutzen würden und sie können ihr Getratsche auch irgendwo sonst abhalten, hinter dem Tor oder auf dem Damenklo, oder so. Aber jetzt machen die unreifen Gören auf stur und bleiben noch tapfer eine Viertelstunde. Das ist fast schon wieder lustig, ich mache mir einen Spass daraus den Ball einige mal aus vollem Lauf gegen die Wand zu donnern, wobei der ganze Haufen jedesmal zusammenzuckt und in Deckung geht, bis sie endlich das Feld räumen. Gegen Mitternacht ist dann Schluss und ausgepumpt mache ich mich auf den Nachhauseweg.


Zuletzt geändert am 15.09.2006 H. Kreckel